Ungeachtet der angespannten geopolitischen Lage werden die weltweiten Ausgaben für IT in diesem Jahr einen neuen Höchststand erreichen. Das US-Unternehmen Gartner geht von einem Wachstum von 4% auf 4,4 Billionen USD.

Damit bestätigt Gartner ähnliche Prognosen anderer Organisationen, die bereits zum Jahreswechsel veröffentlicht wurden. Gartner-Analyst John-David Lovelock bezeichnet das Jahr 2022 als ein besonders unruhiges für CIOs. Geopolitische Spannungen, Inflation, Währungsschwankungen und sonstige Herausforderungen für die Lieferketten erschweren die strategische Planung. Dessen ungeachtet würden Entscheider maßgeblich an einer Beschleunigung der IT-Investitionen arbeiten, heißt es in der zugehörigen Pressemeldung. Dies sei zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 noch anders gewesen.

IT krisenfest machen

CIOs konzentrieren sich bei Investitionen weiterhin auf Bereiche, welche die Flexibilität sowie Agilität der hauseigenen IT steigern. John David-Lovelock nennt hier Analytics, Cloud Computing, Kundenzufriedenheit und Sicherheit.

Die größten Wachstumsraten bei IT-Ausgaben verzeichnet der Bereich Software mit prognostizierten 9,8% gefolgt von IT-Services mit 6,8%. Mit Blick auf 2023 bestätigt Gartner den Wachstumskurs: Die IT-Ausgaben könnten dann um weitere 5,5% steigen.

Mehr Geld ist notwendig

Interessanter Weise wird der anhaltende Konflikt in der Ukraine nicht als zentraler „Kostentreiber“ mit direkten Auswirkungen rund um den Globus bewertet. Stärker hingegen fallen höhere Preise und Gehälter ins Gewicht. Lieferengpässe und Fachkräftemangel sind vor diesem Hintergrund explizit zu nennen. Beide Faktoren werden allerdings keine maßgeblichen Konsequenzen für ausstehende Investitionen haben. Mehrheitlich sind die CIOs zuversichtlich, dass ihnen im Laufe dieses Jahres die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden, um die angestrebten Maßnahmen zu finanzieren.