Die IT wird zum Kern der Wertschöpfung – Das ist die zentrale Aussage einer Studie, die jüngst vorgelegt wurde. Aber was bedeutet das eigentlich? Nachdem wir bereits über Vorabergebnisse berichtet hatten, fassen wir finale Erkenntnisse und Zahlen nachfolgend zusammen.

Die Studie IT-Trends 2022 ermittelt nach Angaben der Autoren den aktuellen Stand der IT in der Wirtschaft und bei Behörden. Dafür wurden 195 Entscheider von Großunternehmen in der DACH-Region befragt. Im Ergebnis wird das Bild einer Unternehmens-IT gezeichnet, die zwischen notwendigem Digitalisierungsschub, aber auch zunehmend ökologischen Zielen wie dem Klimaschutz steht.

Mehr Geld für das Wachstum

Ungeachtet der herausfordernden Rahmenbedingungen gibt eine deutliche Mehrheit der Befragten (83%) Unternehmenswachstum als zentrales Ziel an. Dass dabei die IT als wichtiger Treiber gesehen wird, legt die parallele Erhöhung des IT-Budgets nahe. Annährend 75% der Unternehmen sowie Behörden gehen von Steigerungen aus. Das frei gewordenen Geld soll demnach weniger in die Neuentwicklung, sondern in die Modernisierung bestehender Systeme fließen.

Klimaschutz auf der Agenda

Nicht zuletzt durch eine mögliche Erweiterung der Berichtspflicht ab 2023 im Blick auf die Nachhaltigkeit, ist der Kilmaschutz als fester Punkt auf der Agenda angekommen. 71% der Unternehmen beabsichtigen ihren jährlichen Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Bis 2026 soll eine Reduktion um jährlich 37% gelingen. Ein Wert, der von den Befragten mehrheitlich als realistisch bewertet wird.

Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung dieser Ziele kommt der IT zu. Mit ihrer Hilfe sollen in Summe 42,6% der geplanten Reduktionen erreicht werden. Davon fallen 25,5% auf indirekte Maßnahmen, die dank IT ermöglicht werden sollen. Darunter fallen beispielsweise Einsparungen durch Digitalisierung sowie die Nutzung intelligenter Technologien..

Nutzung der Cloud

Die Studie bestätigt zudem, dass Cloud-Lösungen mittlerweile ein fester Bestandteil der Unternehmens-IT sind. Demnach stellen Cloud-Infrastrukturen sogar mehrheitlich IT-Services (59%). Diese Entwicklung lässt sich wie berichtet ebenfalls an den deutschen Rechenzentren nachvollziehen. Interessant ist, dass Unternehmen zunehmend EU-Clouds nutzen. Hier kommen eine Vielzahl von Gründen zum Tragen: Sie reichen von erhöhtem Datenschutz, Migrationsvorhaben bis hin Vorgaben durch Geschäftspartner.

Anhand dieses Überblicks zu den IT-Trends 2022 wird deutlich, wie hoch die Erwartungen an die unternehmenseigene IT sind. In dem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen, politischen sowie gesellschaftlichen Erwartungen wird sich die IT der Zukunft beweisen müssen.