Ein Jobwechsel gehört zum Berufsleben wie viele andere Veränderungen ebenfalls. Dennoch sollte er wohlüberlegt sein. Daher überrascht es, dass Arbeitnehmende sich nach diesem Schritt häufig ihren ehemaligen Arbeitgeber zurückwünschen.

 

Diesen Schluss legen die Ergebnisse einer internationalen Umfrage nahe. Insgesamt wurden darin 4.000 Arbeitnehmende in sechs Ländern, darunter Deutschland, befragt. Sie hatten während der Corona-Pandemie freiwillig ihren Job gekündigt und sich anderen Organisationen angeschlossen. Die mit dieser Entscheidung verbundene Erwartung an eine Verbesserung der eigenen beruflichen Situation, hat sich allerdings nur bedingt erfüllt. So gaben immerhin 46 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass sie mit dem „alten Job besser dran gewesen sind“.

Was im neuen Job fehlt 

Global betrachtet, wurden die folgenden fünf Aspekte genannt, die Jobwechslern besonders häufig fehlen:

38 Prozent… vermissen ihre Kolleginnen und Kollegen.

31 Prozent… vermissen ihr gewohntes Arbeitsumfeld.

22 Prozent… vermissen ihre Kunden.

19 Prozent… vermissen ihre Vergütung sowie Gehalt.

16 Prozent… vermissen ihre Work-Life-Balance.

Dabei lässt sich diese Situation durchaus vermeiden.

Stimmen die eigenen Eindrücke mit den Botschaften überein, welche die Organisation kommuniziert?“

Benedikt Benninghaus / Leiter Recruiting&Marketing

Was ist beim Jobwechsel zu beachten? 

Vermissen bedeutet etwas gerade nicht zu haben. Wenn Arbeitsumfeld sowie Team neu und ungewohnt sind, wird das Gewohnte vermisst. Damit der Jobwechsel funktioniert und nicht zur Enttäuschung wird, sollten wechselwillige Arbeitnehmende vorab den potenziellen Arbeitgeber genauer unter die Lupe nehmen. In diesem Zusammenhang fällt häufig der Begriff „Cultural Fit“ (dt. „kulturelle Übereinstimmung“). Dieser beschreibt die Übereinstimmung zwischen Bewerbenden und Arbeitgebern im Hinblick auf Handlungsweisen und Werten. Es ist klar, dass ein valider Cultural Fit anhand einer Stellenanzeige allein nicht möglich ist.

Unternehmenskultur vorab sichtbar machen

In diesem Prozess des gegenseitigen Kennenlernens sind Arbeitnehmende und Arbeitgeber gleichermaßen gefordert. Schließlich sind beide Seiten an einer positiven Erfahrung interessiert. Diese mündet im Idealfall in ein Arbeitsverhältnis. Benedikt Benninghaus, Leiter Recruiting & Marketing bei der Windhoff Group, betont: „Sich erstmal kennenlernen heißt, die Unternehmenskultur noch VOR dem Wechsel zu erfahren beziehungsweise erfahrbar zu machen.“ Das geht beispielsweise über ein erstes persönliches Gespräch an einem Messestand. Aber auch eine Direktnachricht über Social Media kann der Startpunkt eines Austauschs gehen. Wichtig ist es, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln.

Stimmt das alles?

In einem zweiten Schritt rät Benedikt dazu, die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke kritisch zu prüfen. „Stimmen die eigenen Eindrücke mit den Botschaften überein, welche die Organisation kommuniziert?“, formuliert er die entscheidende Frage. Stellen sich hier schon gravierende Abweichungen fest, sollte das weitere Vorgehen gründlich überdacht werden. Umso positiver ist es, wenn Organisationen von Beginn an authentisch auftreten und erst gar keinen Raum für falsche Botschaften zulassen: „Falsche Botschaften fallen spätestens beim Onboarding auf die Füße. Dann werden sie zu einer Belastung für das Arbeitsverhältnis,“ sagt Benedikt.

Es bleibt festzuhalten: Wer Enttäuschungen im neuen Job vermeiden möchte, nimmt sich die Zeit, um vorab seinen potenziellen Arbeitgeber bestmöglich kennenzulernen. Authentische Arbeitgeber werden dieses Vorhaben größtmöglich unterstützen.

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