Neue Technologien, hybride Arbeitszeitmodelle, Remote Work – die Palette an Themen, die unsere Arbeitswelt bestimmen, ist vielfältig wie nie zuvor. Über das Büro und seine zeitgemäße Gestaltung wird dabei relativ selten gesprochen. Dabei könnte das dynamische Büro schon heute die Antwort auf viele Fragen von morgen liefern.

Zahlreiche Organisation kehren zu einem geregelten Arbeitsablauf zurück. Dass das nicht immer geräuschlos passiert, zeigte sich zuletzt an den US-Konzernen Apple und Tesla. Unabhängig von dem jeweiligen Arbeitsmodell, wird dem Büro als Arbeitsplatz oder Workplace relativ wenig Beachtung geschenkt. Dabei hat dessen Gestaltung eine maßgebliche Wirkung.

Klassisches Büro als Auslaufmodell?

Schon 2019 veröffentlichte der Industrieverband Büro und Arbeitswelt eine Erhebung, nach der 89% der Befragten ausdrücklich Wert auf die Gestaltung des Arbeitsumfeldes legten. Allerding waren demgegenüber nur 25% aller Teilnehmenden mit dem aktuellen Status Quo rundum zufrieden. Luft nach oben wurde in der Ausstattung, störungsfreiem Arbeiten sowie gesonderten Kommunikationsbereichen ausgemacht.

Eine Deloitte-Studie aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie betont ebenfalls, dass neben den Bedürfnissen der Arbeitnehmenden künftig das effiziente Immobilienmanagement nicht zu kurz kommen darf. Aus dem Büro müsse eine Begegnungsstätte für den kreativen Austausch werden, so die Autoren der Studie.

Alles anders im dynamischen Büro

Das dynamische Büro als Konzept greift genau diese Überlegungen auf. Dabei gibt es keine Patentlösung für die Umsetzung des dynamischen Büros. Diese ist tatsächlich immer individuell nach der Organisation ausgerichtet. Dennoch lässt sich ein Vorgehen skizzieren und das startet mit einer Datenerhebung.

das dynamisch Büro_windhoff-group.de

Alejandra Albarrán, Direktorin für Design bei ROOM, schreibt: „Der beste Weg für die Umgestaltung ist, erst einmal Daten auszuwerten oder überhaupt zu erheben, die Aufschluss darüber geben können, wohin die Reise gehen soll.“ Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich dann Schlüsse auf die Gestaltung ziehen. Ein Beispiel für einen dynamischen Arbeitsraum zeigt die Abbildung.

Nutzungszonen nach Bedarf

Zentraler Punkt in den Überlegungen sind dabei die Einteilung der Arbeitsumgebung in Nutzungszonen. Diese erfüllen ein spezifisches Bedürfnis seitens der Arbeitnehmenden:

1. Gemeinschaft (Connect)
2. Zusammenarbeit (Collaborate)
3. Treffen (Meet)
4. Team (Team)
5. Fokus (Focus)
6. Erholung (Recharge)

Albarrán schlägt je jeder Nutzungszone einen bestimmten Anteil an der verfügbaren Raumfläche vor. Das dynamische Büro ist darüber hinaus schon fit für die Zukunft. Seine Gestaltung erlaubt eine schnelle Anpassung an Veränderungen, die in einer starren Arbeitsplatzaufteilung nicht möglich ist. Die kommenden Monate werden zeigen, wie viel Dynamik in die Büros hierzulande Einzug halten wird.

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