Unabhängig von der Verknappung fossiler Brennstoffe spielt der zunehmende Einsatz alternativer Antriebsmodelle eine wichtige Rolle bei der ausgerufenen Mobilitätswende. Ein bedeutendes Handlungsfeld für nachhaltige Maßnahmen von Organisationen sind dabei die unternehmenseigenen Fuhrparks.

Tatsächlich waren 53% aller neu zugelassenen Flottenfahrzeuge im März 2021 mit alternativen Antrieben ausgestattet. Damit lag der Wert deutlich über demjenigen der privaten Zulassungen.

Flotten wachsen weiter

Dabei gehen die Verantwortlichen für die Flottenplanung hierzulande von gleichbleibenden oder sogar steigenden Fahrzeugzahlen aus. In Zuge der Arval Flottenstudie machten 94% der Befragten entsprechende Angaben. Dieser Wert liegt im europäischen Trend, basiert allerdings auf der Annahme einer positiven Geschäftsentwicklung und verringerten Auswirkungen durch die Corona-Pandemie. Unzureichend berücksichtigt ist der gegenwärtige Konflikt in der Ukraine und dessen Folgen.

Alternativ heißt nicht elektrifiziert

Alternative Antriebsmodelle bedeuten aber nicht automatisch komplett elektrifizierte Fahrzeuge. Deren Zahl steigt kontinuierlich und lag zum Zeitpunkt der Umfrage bei 26%. Demgegenüber entfallen jedoch auf Plug-in-Hybride (36%) sowie reine Hybridfahrzeuge (34%) größere Nutzungsanteile. Als Grund für die Entwicklung in Richtung grüner Mobilität werden von den Verantwortlichen vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke sowie wirtschaftliche Aspekte genannt. Die größte Hürde für eine Einführung vollelektronischer Fahrzeuge sind wiederum ausreichend vorhandene Ladekapazitäten.

Nachhaltige Mobilität im Kommen

Anhand der Veränderung der Windhoff-Flotte lassen sich die zentralen Ergebnisse für nachhaltige Mobilität bestätigen. Nach achtmonatiger Wartezeit gibt es seit März 2022 die ersten E-Autos bei der Windhoff Group, weitere sind bestellt. „Damit tragen wir einerseits der gestiegenen Nachfrage durch unsere Mitarbeitenden Rechnung. Andererseits möchten wir als Unternehmen unseren Beitrag zum Gelingen der Verkehrswende leisten“, so Andre Korthues, Leitung Human Resources, mit Blick auf die aktuelle Situation. Daran wird deutlich: Bis zum sechsten Gang mag es noch etwas dauern, aber der Wandel hin zu grüneren Fahrzeugflotten nimmt stetig Geschwindigkeit auf.