Nachhaltigkeit ist als großes Thema in den Unternehmen angekommen. Die Maßnahmen reichen von Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage bis hin zum Bienenvolk auf der Dachterrasse. Die IT-Infrastruktur dagegen stand bisher nicht im Fokus. Das könnte sich mit Green IT künftig ändern.

Unter dem Banner „Green IT“ werben Experten für zielgerichtete Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Tatsächlich scheint es hier gegenwärtig noch ein großes Defizit zu geben. Lediglich 6% der befragten Unternehmen innerhalb einer Studie von Capgemini gaben an, bereits nachhaltige IT-Konzepte umfassend umzusetzen. Weiterhin wissen 57% der Befragten nicht, wie groß ihr CO2-Fußabdruck in Sachen IT ist.

Green IT-Grafik
Unternehmen, die umfassende Maßnahmen für eine nachhaltige IT umsetzen, verzeichnen laut Capgemini Research bessere ESG-Ratings (61%), eine höhere Kundenzufriedenheit (56%) und realisieren Steuervorteile (44%).

 Die Studienverantwortlichen sehen hier einen großen Handlungsbedarf und das nicht nur aus ökologischen Gründen. Für sie bietet eine nachhaltige IT auch handfeste wirtschaftliche Vorteile:

  • Bessere ESG (Environmental, Social, Governance)-Ratings
  • Höhere Kundenzufriedenheit
  • Nutzbare Steuervorteile

Die Verfasser geben zudem erste Handlungsempfehlungen im Rahmen eines dreistufigen Ansatzes. Dieser sieht unter anderem „die Umsetzung von Initiativen für eine nachhaltige IT [vor], in der Nachhaltigkeit einen Grundpfeiler der Software-Architektur bildet.“

IT-Hardware ist erster Ansatzpunkt

Die IT-Hardware wird häufig als erster Ansatzpunkt für nachhaltige Initiativen ausgemacht. Tatsächlich sind die Geräte ausgemachte Energie- und Ressourcenfresser, wobei sich Ressourcen auf das verwendete Material und den Wartungsbedarf bezieht. Hier empfehlen Fachleute schon bei der Anschaffung auf Prüfsiegel wie Epeat des Global Electronics Council zu achten. Im Zuge der Vergabe werden zum Beispiel Energieverbrauch, Materialien, Recyclingfähigkeit und sogar die Lieferkette berücksichtigt.

Lebensdauer maximieren

Wie bei den meisten Produkten, gilt auch für IT-Geräte, dass der Herstellungsprozess den größten CO2-Fußabdruck im Lebenszyklus verursacht. Demensprechend effektiv ist es, Hardware möglichst lange zu nutzen. Das kann auch über die Grenzen des Unternehmens hinaus geschehen, und zwar in Form einer Spende an Einrichtungen und Vereine.

Diesen Weg geht die Windhoff Group und arbeitet diesbezüglich mit einem regionalen Kinderhaus zusammen. So entsteht eine Win-Win Situation für alle Beteiligten und nicht zuletzt für die Umwelt, wie Geschäftsführer Patrick Thörner bestätigt: „Unsere Geräte entsprechen zwar nicht mehr den Anforderungen der IT-Spezialisten in unserem Haus, aber sie können dennoch für Office-Anwendungen ohne Bedenken eingesetzt werden. Wir freuen uns, das Montessori-Kinderhaus Coesfeld in dieser Form unterstützen zu können.“ Schöner Zusatzeffekt: Gleichzeitig trägt dieses Engagement dazu bei, dass die IT ein Stück weit grüner wird.

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