Für Meta-Chef Mark Zuckerberg ist klar, wohin die Reise geht. Das Metaverse soll eine virtuelle Alternative zum realen Leben werden. Das hätte mit Sicherheit Auswirkungen auf das Berufsleben. Für eine wissenschaftliche Studie sind jetzt Schreibtischtätigkeiten in ein Virtual Office übertragen worden.

Eine internationale Forschungsgruppe, die von der Hochschule Coburg geleitet wurde, verpasste einer Gruppe von 16 Probanden im Rahmen einer Studie die VR-Brille Oculus Quest 2 des Meta-Konzerns. Anschließend verlagerte sie deren tägliche Arbeit für eine Woche in die virtuelle Realität (VR). In einer zweiten Runde gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Aufgaben im Umfang von 40 Stunden an 5 Tagen an einem ganz regulären Schreibtisch nach.

Gesundheitliche Auswirkungen

Dabei wurden unter anderem die Auswirkungen auf die körperliche Verfassung der Arbeitenden ermittelt. Die Simulator- oder auch VR-Krankheit machte sich am häufigsten bemerkbar. Zwei Teilnehmer beendeten das Experiment aufgrund von Migräne, Übelkeit sowie Angstreaktionen bereits am ersten Tag. Zwar stellte sich in der Folgezeit ein gewisser Gewöhnungseffekt bei dem Rest der Gruppe ein, dennoch fällt das Fazit der Studienautoren deutlich aus: Das Arbeiten in VR sei ein „minderwertiges Erlebnis im Vergleich zur realen Welt.“

Geringere Produktivität

Zu den abgefragten Parametern gehörten darüber hinaus Produktivität und Nutzerfreundlichkeit. Hier rangiert das physische Büro deutlich vor seinem virtuellen Abbild. Bei dem Frustrationslevel zeichnet sich ein gegenteiliges Bild. Die Arbeit mit der VR-Brille kostete deutlich mehr Nerven und sorgte dadurch für Unzufriedenheit. Damit scheint die Vision vom Arbeiten in VR vorerst eine solche zu bleiben. Schließlich wird solches Arbeiten erst relevant, wenn es über einen längeren Zeitraum ohne Einschränkungen, körperlich wie technologisch, möglich ist. Daran ändert auch nichts, dass Mark Zuckerberg selbst schon im April 2022 ein Virtual Office bezogen hat.

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