Der globale Siegeszug von Collaboration-Tools wie Microsoft Teams, Zoom und Co. macht deutlich, wie sehr sich Kommunikation im Berufsalltag verändert hat. Aber welche Auswirkungen hat das auf die Qualität der Kommunikation? Erste Studien geben Auskunft darüber.

Es ist sicherlich keine Überraschung, dass die Nutzung von Collaboration-Tools im Zuge von Corona zugenommen hat. Überraschend ist aber, wie rasant diese Entwicklung vonstattengegangen ist. So meldete Microsoft noch im November 2019 weltweit 20 Millionen tägliche Nutzer von Microsoft Teams. Im Oktober 2020 lag dieser Wert bereits bei 115 Millionen. Mit einem solch rasanten Wachstum hatten selbst die Produktverantwortlichen des US-Konzerns nicht gerechnet.

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Einblick in die monatlichen Nutzungsdaten von Microsoft Teams bei der Windhoff Group.

Kommunikation hat sich verändert

Aktuell veröffentlichte das Nature Human Behavior Magazin eine Studie im Auftrag von Microsoft, die auf der Befragung von fast 62.000 Mitarbeitern im Home Office beruht. Sie kommt zu dem Schluss, dass Kommunikation sich im Home Office verändert und das nicht immer im positiven Sinne. So nahm die asynchrone Kommunikation per E-Mail und Textnachrichten zu.

Parallel dazu ging der Austausch zwischen einzelnen Abteilungen um 25% zurück. Langfristig könnte dies Produktivität sowie Innovationskraft reduzieren, heißt es in einem Ausblick. Weitere kritische Zahlen ergab eine Umfrage von Statista im Auftrag von Slack im Mai 2021. Hier stimmten lediglich 47% der Befragten der Aussage zu, dass flexible Modelle bei der Wahl des Arbeitsplatzes auch zu einer effizienteren Kommunikation führen.

Persönlicher Austausch bleibt wichtig

Demgegenüber betonen die Verfasser einer Stepstone-Studie die grundlegende Bedeutung von Kommunikation über Collaboration-Tools. Studienleiterin Dr. Anastasia Hermann hält fest: „Gerade jetzt, wo eine große Unsicherheit herrscht und sich die Situation täglich ändern kann, ist ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit.“ Lediglich bei 14% der Befragten gab es überhaupt kein Team-Meeting in virtueller Form.

Auch bei der Windhoff Group wird Microsoft Teams als Collaboration-Tool genutzt. Das betrifft sowohl die interne als auch die externe Kommunikation, wie Geschäftsführer Patrick Thörner festhält: „Was die interne Kommunikation angeht, findet der Austausch in spezifischen Kanälen statt. Allgemein relevante Unternehmensinformationen werden über einen zentralen Channel mitgeteilt. Prinzipiell ist aber die Kommunikation untereinander jederzeit und von jedem Ort aus möglich.“ Der Einsatz von Collaboration-Tools hat sich dazu im Umgang mit den Kunden zügig etabliert und bewährt. Dahingehend wirkte Corona als Katalysator. „Wir haben zeigen können, dass Remote Work in Sachen Qualität und Produktivität keine Abstriche bedeutet. Tatsächlich konnten wir durch den schnellen Einsatz von Collaboration-Tools nachhaltig Kunden für uns gewinnen und binden.“